21 Aug

Unternehmen in Holzkirchen leiden unter Wohnraummangel

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ startete in den vergangenen vier Wochen eine Umfrage mit dem Titel „Wohnen – ein Standortvorteil?“. Angeschrieben wurden rund 230 Holzkirchner Unternehmen, Praxen und Einrichtungen mit der Frage, wie sie die Wohnsituation ihrer Mitarbeiter in Holzkirchen einschätzen und ob sich dies positiv oder negativ auf das Geschäft niederschlägt.

Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative

Fast 10 % haben auf die durch Spenden finanzierte Umfrage reagiert. Mit dieser Quote zeigt sich die Bürgerinitiative insgesamt zufrieden und verweist auf ähnliche Quoten bei privat initiierten Umfragen. Nun stehen die Ergebnisse der Umfrage fest. Insbesondere folgende Antworten nehmen die Marktgemeinde in die Pflicht:

Nur rund ein Fünftel der Befragten schätzen das Wohnungsangebot in Holzkirchen gut ein, zwischen 70 % und 90 % stellen dagegen fest, dass der Wohnraummangel sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen ein reales Problem ist. 85 % konstatieren, dass Wohnraum in Holzkirchen zu teuer ist. Knapp die Hälfte gibt an, dass aktuell Mitarbeiter auf Wohnraumsuche sind. Gut zwei Drittel der Unternehmen hat unbesetzte Stellen, der Grund dafür wird neben Fachkräftemangel fehlendem Wohnraum zugeschrieben.

Diese nicht förderliche Situation spiegelt sich insgesamt auch in der Frage nach dem Standort wider: 65 % der Unternehmen sehen Standortnachteile in Holzkirchen, die sie auf die aktuelle Wohnraumsituation zurückführen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Mangel an günstigen Miet-Wohnungen nicht nur für die Bürgerinnen und Bürgern ein echtes Problem ist, es ist auch ein Problem für den Wirtschaftsstandort Holzkirchen. Mit der Maitz, der Tölzer Straße und einigen weiteren privaten Grundstücken gibt es mit entsprechenden Vorgaben genügend Möglichkeiten eine Offensive für bezahlbaren Wohnraum zu starten. Es müssen „nur“ endlich auch Taten folgen.“ Fordert Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative.

07 Aug

Wohnen – ein Standortvorteil?

Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ führt Umfrage in Holzkirchen durch

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“, führt aktuell eine Umfrage bei Unternehmen, Praxen und privaten Bildungseinrichtungen in Holzkirchen durch.

„In den letzten Jahren haben wir mehrfach über Zeitungsberichte und direkt von Betroffenen erfahren, dass Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Praxen ihren Betrieb aufgrund von Mitarbeitermangel einschränken oder gar schließen mussten. Mit der nun gestarteten Umfrage möchten wir der Frage nachgehen, ob dies am allgemeinen Fachkräftemangel liegt oder ob hier die aktuelle Wohnsituation in Holzkirchen auch ihren Anteil daran hat“, so Sebastian Oppermann, Gründer und Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative hat rund 230 in Holzkirchen ansässige Unternehmen und Einrichtungen angeschrieben, um herauszufinden inwiefern die Unternehmen und Einrichtungen von der Wohnsituation in Holzkirchen profitieren oder betroffen sind. Immer dabei die Frage: Ist Wohnen ein Standortvorteil?

Die Umfrage läuft noch bis zum 15. August. Die Ergebnisse werden anschließend auf der Webseite https://www.gemeinsamanderswohnen.de veröffentlicht. Unternehmer und Inhaber, welche bisher keine Post erhalten haben aber teilnehmen möchten, wenden sich bitte per E-Mail an info@gemeinsamanderswohnen.de

22 Jul

Gemeinschaftliches Bauen

Marktgemeinde sucht Konzept für zwei freie Grundstücke in Holzkirchen

Holzkirchen – Erstmals haben Holzkirchner die Gelegenheit, sich als Baugemeinschaft oder Genossenschaft mit einem Konzept auf zwei gemeindliche Grundstücke zu bewerben. Wie das ablaufen soll, wurde jüngst in der Sitzung des Gemeinderats im Oberbräu vorgestellt. Demnach werden die Plätze in dem Baugebiet nicht an den Höchstbietenden gehen, sondern an diejenigen, die das beste Konzept für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vorlegen. Seinen Anfang hat das Verfahren im Sommer 2019 genommen. Jetzt hat sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, es fortzusetzen.

Die Entscheidung, dass Grundstücksflächen in der Maitz für Baugemeinschaften und -genossenschaften in Erbpacht im Konzeptverfahren zum Festpreis vergeben werden sollen, beruht auf einem Beschluss des Gemeinderats vom Sommer 2019. Da dies Neuland war, hatte sich die Verwaltung Unterstützung von der Firma Stattbau München geholt. Das Unternehmen ist auf solche Wohnprojekte spezialisiert und soll dieses auch weiterhin begleiten. Wie Geschäftsführerin Natalie Schalter erklärte, wurden für die Bewerbung bewusst weiche Ziele vorgegeben, um die Kreativität der Bewerber nicht zu sehr einzuschränken. Als Vorgabe gilt, dass die Häuser an das Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen werden müssen und eine ökologische sowie nachhaltige Bauweise erwartet wird. Außerdem sollen verschieden große Wohnungen entstehen, die für Bewohner jeden Alters und je nach sozialer Konstellation flexibel genutzt werden können. Auch sollen sie sich gut in die Nachbarschaft einfügen. Wenn das Konzept zudem technisch und finanziell realisierbar erscheint, steht einer Bewerbung nichts mehr im Wege.

Wie Marktbaumeister Florens Hintler sagte, könne die Konzeptvergabe künftig auch für andere vergleichbare Grundstücke angewendet werden. In der Maitz schätzt er das Potenzial für den rund 2300 Quadratmeter großen Baugrund auf 15 bis 20 Wohneinheiten. Bürgermeister Christoph Schmid meinte: „Wir gehen hier völlig neue Wege. Das birgt natürlich auch ein gewisses Risiko. Sollten sich keine geeigneten Bewerber finden, könnte es auch sein, dass wir auf die altbekannten Formen zurückgreifen müssen.“

Lob kam von Robert Wiechmann (Grüne), der zugab, anfangs von den weichen Vorgaben nicht überzeugt gewesen zu sein: „Ich kann mir aber jetzt gut vorstellen, dass wir so das Wohnen viel besser organisieren können und hier etwas Wunderbares entstehen kann.“ Elisabeth Dasch (SPD) würde zwar, was die Schaffung von Wohnraum angeht, lieber auf die Tube drücken, aber auch sie sprach sich für die Konzeptvergabe aus: „Ein nachhaltiges Verfahren, das wir künftig gut anwenden können, auch wenn es jetzt etwas dauert.“ Als nächste Fixtermine nannte Schaller eine Online-Informationsveranstaltung für alle Interessenten am 30. September und einen Vor-Ort-Termin am 7. Oktober. Interessenten können sich über das Projekt ab sofort auf der Internetseite der Marktgemeinde unter www.holzkirchen.de/maitz informieren.

[Gelbes Blatt, 22.07.2020]

12 Mrz

Kommentar zum Merkur-Artikel vom 11. März

„Quartier als Vorreiter für den Markt“

Mit Freude haben wir gelesen, dass der Marktgemeinderat das geplante Quartier zwischen Tölzer und Baumgartenstraße in Holzkirchen als echte Chance verstanden hat. Wenn wir jedoch im gleichen Atemzug von Bedenken und größeren Herausforderungen lesen, verfliegt unsere Euphorie so schnell, wie sie gekommen ist.

Wie soll eine Marktgemeinde ein Quartier „innovativ“ selbst bebauen, wenn es diese noch nicht einmal schafft mehr als 16 Wohnungen in sechs Jahren zu bauen oder ein baureifes, eigenes Grundstück mittels Konzeptvergabe innerhalb eines Jahres zu vergeben? Wie in der Überschrift vom Merkur stand, können wir anscheinend nur noch Vorreiter für uns (den Markt) selbst sein. In Gemeinden wie Penzberg entstehen bereits Genossenschaftswohnungen mit Mieterstrommodell und CarSharing. Zusätzlich gibt es Fahrrad-Abstellplätze nach ADFC-Vorgabe. In einem bereits fertiggestellten Genossenschaftsprojekt in Weilheim beträgt beispielsweise der tatsächliche Stellplatzbedarf lediglich 0,84 StP pro Wohnung – und das sogar ohne extra CarSharing-Angebot! Das sind Konzepte und Vorreiter-Rollen, die wir uns für Holzkirchen umgesetzt(!) wünschen.

04 Mrz

Kommentar zum Merkur-Artikel vom 3. März

„Wenn plötzlich München im Dorf wohnt“

Das Problem des „Schlafdorfes“ trifft nicht nur Otterfing, sondern auch Holzkirchen, Warngau, Sufferloh… Im Artikel ist auch klar die Ursache benannt und damit fast jedem Bürgermeister bekannt: Die Menschen können teilweise nicht mehr dort wohnen, wo sie arbeiten. Getan wird dagegen nichts. Hier greift gerade beim Thema Gewerbegebiet-Ausweisung das „Sankt-Florian-Prinzip“ (die Gemeinde möchte Gewerbe, kümmert sich jedoch nicht um die Arbeitnehmer). Hier macht Warngau mit der Erweiterung des Birkenfeld denselben Fehler, wie Holzkirchen. Das Resultat: Münchner verdrängen Otterfinger oder Holzkirchner, diese verdrängen Warngauer, diese verdrängen Waller usw.

Kommunaler Wohnungsbau kann hier eine Lösung sein. Einfacher geht es mit Wohnungsbaugenossenschaften. Viele Moderne, wie die MARO Genossenschaft, haben unter anderem den „Ortsbezug“ als oberstes Kriterium in der Vergabe von Wohnungen stehen. Die Häuser verwalten und organisieren sich weitestgehend selbst. Dadurch werden Gemeinschaft und der Ortsbezug noch weiter gestärkt. In Peiting, Dietramszell, Unterwössen und in vielen anderen Orten kann man dies verfolgen.

Liebe Bürgermeisterinnen und Bürgermeister habt Mut keine Grundstücke mehr zu verkaufen, sondern nur noch zu verpachten – egal ob Einfamilienhaus oder Mehrgeschosshäuser! Der Spekulation wird der Nährboden entzogen und die Menschen werden nicht weiter verdrängt.

26 Jan

Bezahlbarer Wohnraum wird dringender denn je benötigt!

Gemäß einer schriftlichen Anfrage eines Landtagsabgeordneten an die Bayrische Staatsregierung ist der Bestand an geförderten und damit sozial gebundenen Wohnraum im Landkreis Miesbach seit Jahren Rückläufig. So wurden 2018 22 Prozent weniger Wohnungen gefördert als noch vor 10 Jahren – nur noch 834. In Holzkirchen stehen gerade einmal 203 geförderte Wohnungen zur Verfügung.

Gleichzeitig werden Jahr für Jahr von über 200 wohnungssuchenden Haushalten ein neuer Antrag auf eine Wohnberechtigungsbescheinigung zum Bezug einer Sozialmietwohnung gestellt. Besonders betroffen macht uns, dass dem Bericht zufolge 49 registrierte Personen im Landkreis von Obdachlosigkeit betroffen sind. Ein Zustand, der in Holzkirchen und in unserem Landkreis untragbar ist! Darum:

Gemeinschaftliches, bezahlbares wohnen! JETZT!

Für die sofortige Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses vom Juli 2019 für ein Wohnprojekt in der Maitz!

10 Dez

Engagiert Euch für bezahlbaren Wohnraum

Die Podiumsdiskussion „Anders wohnen“ vom KulturVision e.V. traf ins Schwarze. Viele Interessierte waren in das Foolstheater gekommen, um sich über alternative Wohnkonzepte zu informieren. Fazit: Wieder einmal brachte eine „Anders wachsen“-Veranstaltung einen Stein ins Rollen.

Jeder hat Anspruch auf angemessene Wohnung

Die Bedeutung des Themas formulierte Moderator Michael Pelzer so: „Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis, ein Fundament des Lebens.“ Und er zitierte, was zu überraschtem Raunen im Saal führte, die Bayerische Verfassung: „Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung. Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden. Die Wohnung ist für jedermann eine Freistätte und unverletzlich.“

Im Podium hatten fünf Initiatoren alternativer Wohnkonzepte Platz genommen, die ihre Visionen vorstellen. Auch die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ war vertreten uns sucht intensiv nach einem Grundstück. Geplant sei ein Mehrfamilienhaus mit etwa 35 Wohneinheiten, in dem die Bewohner nachbarschaftlich miteinander leben und Dinge teilen, sich gegenseitig unterstützen, erklärte Initiator Sebastian Oppermann das genossenschaftliche Modell.

Die Marktgemeinde Holzkirchen habe ein Areal in der Maitz ausgeschrieben, aber die Planungen ruhten derzeit. Zudem sei es nur ein Anfang, da nur etwa 15 Wohnungen entstehen könnten. Langfristiges Ziel sei ein großes Haus im Gebiet an der Tölzer Straße, was derzeit überplant werde.

[…]

Im Sinne des Gemeinwohls

Michael Pelzer meinte, dass man Gesetze nach dem Wortlaut, aber ebenso nach dem Sinn und Zweck auslegen könne. Er forderte: „Das Instrumentarium der Gemeinden muss voll im Sinne des Gemeinwohls ausgeschöpft werden.“

In Holzkirchen werde eine Vielzahl bezahlbarer Wohnungen benötigt, sagte SPD-Kommunalpolitiker Wolfgang Huber und die heutige Veranstaltung müsse dazu dienen, den politischen Willen dazu zu fördern. „Engagiert euch!“ rief Sebastian Oppermann die Zuhörer auf, „geht in die Gemeinden und fragt nach.“

Der komplette Artikel ist hier zu finden: https://www.kulturvision-aktuell.de/anders-wohnen-podiumsdiskussion-kultur-im-oberbraeu-holzkirchen-2019/

06 Dez

Ladehof: Aus Gewerbe soll Wohnen werden

Holzkirchen – Ein Bauherr plant sechs Häuser mit rund 50 Wohnungen, zwischen Heignkamer Straße, Flachsfeldstraße, Am Ackerrain und Am Ladehof – einen Teil soll er zum Herstellungspreis an die Gemeinde verkaufen. Die schafft dadurch günstigen Wohnraum. Ein bayernweit einzigartiges Projekt, das jetzt den nächsten Schritt genommen hat. Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Billigungsbeschluss der Änderung des Bebauungsplans in diesem Gebiet mit einer Gegenstimme zugestimmt.

Die Änderung ist nötig, da das Bauareal in einem Mischgebiet liegt, die Wohnungen sollen dort entstehen, wo ursprünglich Gewerbe angedacht war. Deshalb hatte der Gemeinderat in der Vergangenheit – zuletzt 2014 – immer wieder das Baurecht verweigert. Neben der Ausweisung für Gewerbe war die Lärmbelastung direkt neben der Bahntrasse einer der Gründe. Dessen ist sich auch die Verwaltung bewusst. „Das ist eine kritische Lage“, sagte Doris Hötzendorfer aus dem Bauamt im Gemeinderat. In jedem Geschoss der geplanten Häuser gebe es andere Emissionseinträge, die berücksichtigt werden müssten. Deshalb habe man das vertiefte Lärmschutzgutachten des Landratsamts eins zu eins übernommen.

Wobei in den Neubauten manche Bewohner mehr vom Bahnlärm betroffen sind, als andere. Die Häuser in vorderster Reihe Am Ladehof dienen quasi als Lärmschutzwand für die dahinterliegenden. Beide Reihen kombiniert reduzieren den Lärm Am Ackerrain dann wohl deutlich. Natürlich müssen aber weitere Maßnahmen getroffen werden. Wie diese aussehen sollen, ist noch nicht bekannt.

Zu diesem und weiteren Punkten können Bürger und Behörden ab Ende 2019/Anfang 2020 einen Monat lang ihr Einwände im Rathaus vorbringen. Solange liegt das Projekt öffentlich aus. Die Anmerkungen werden dann in den städtebaulichen Vertrag mit dem Bauherren eingearbeitet. Unterschrieben ist dieser noch nicht, schließlich ist noch kein Satzungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung gefasst worden.

Dass es einen städtebaulichen Vertrag geben wird, steht derweil schon fest, wie Hötzendorfer erklärte: Es sei bereits ein Vorvertrag unterschrieben, in dem sich der Bauherr verpflichtet, einen Teil der Planungskosten übernimmt, den Vertrag mit der Gemeinde unterschreibt und eine – zumindest öffentlich – nicht näher genannte Zahl an Wohnungen zum Herstellungspreis an die Gemeinde verkauft.

Diese Art und Weise an Wohnungen zu kommen, ist für eine Kommune in Bayern einzigartig. Mittlerweile haben auch die Regierung von Oberbayern und das Landratsamt zugestimmt, sodass dem Vorhaben prinzipiell nichts mehr im Wege steht. Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD) freute sich darüber, „dass das von der Regierung von Oberbayern als zulässiges Mittel empfunden wird“. Mit der Gemeinde als Wohnungseigentümer könne bezahlbarer Wohnraum für immer geschaffen werden.

CSU-Sprecher Christoph Schmid sieht in der Herangehensweise eine „großartige Chance. Ich glaube, dass wir etwas Hervorragendes schaffen können.“ Robert Wiechmann (Grüne) betonte, dass man sehe, was herauskommt, „wenn man wirklich will“. Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums gebe es viele Wege. 

Gegen den Billigungsbeschluss stimmte lediglich Hubert Müller (FWG). „Ich habe schon 2008 über den Bebauungsplan abgestimmt, als Mischgebiet“, führte er an. Er betrachte die Ansiedlung von Gewerbe als sinnvoll und für bezahlbaren Wohnraum sei das Projekt zwischen Tölzer und Baumgartenstraße besser geeignet.

[Merkur, 06.12.2019]

03 Dez

Demonstration für bezahlbaren Wohnraum

„Für gemeinschaftliches, bezahlbares Wohnen! Jetzt!“  Mit dieser Forderung demonstrierte  die  Bürgerinitiative  „gemeinsam anders wohnen“  auf dem Holzkirchner  Marktplatz für mehr Wohnraum und gegen die scheinbare Untätigkeit  der Marktgemeinde bei diesem Thema. Mit einem Wohnzimmer auf der Straße hat die Initiative aufgezeigt, wie wichtig eine bezahlbare Wohnung für alle Holzkirchner ist. Als Beispiel nannten sie das Bauvorhaben in der Maitz, bei dem die Grundstücke in Erbpacht mittels Konzeptvergabeverfahren verteilt werden sollen. Das beschloss der Gemeinderat bereits im Juli (wir berichteten), die Vergabe beginnt laut Initiative-Vorsitzendem Sebastian Oppermann allerdings erst im Sommer 2020. Das könne er nicht nachvollziehen. Außerdem werde die bezahlbare Warmmiete von 30 Prozent des Nettoeinkommens in Holzkirchen bei vielen Berufsgruppen überschritten. Das müsse sich ändern.

[Merkur, 03.12.2019]

01 Dez

Für gemeinschaftliches, bezahlbares wohnen! JETZT!

Mit dieser Forderung informierte die Bürgerinitiative „gemeinsam anders wohnen“ am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz in Holzkirchen über die scheinbare Untätigkeit der Marktgemeinde.

Die Marktgemeinde wurde bereits im Juli vom Gemeinderat damit beauftragt die Grundstücke in der Maitz in Erbpacht mittels Konzeptvergabeverfahren zu vergeben. Dieses Vergabeverfahren wird aus für die Initiative nicht nachvollziehbaren Gründen jedoch frühestens im Sommer 2020 starten.

Mit einem Wohnzimmer auf der Straße hat die Initiative aufgezeigt, wie wichtig eine bezahlbare Wohnung für alle Holzkirchner ist. Als bezahlbar gilt dabei eine Warmmiete die maximal 30 % des Nettolohns ausmacht. „Diese Grenze ist bei Friseuren, Handwerkern, Polizisten, Verwaltungsangestellten und erst recht bei Rentnern bei Mieten zwischen 12 und 16 Euro pro m2 in Holzkirchen weit überschritten“, so der Initiator Sebastian Oppermann. Seine Mitstreiterin Alexandra Oldenburg ergänzt, „wir wollen, dass diejenigen, welche hier ihren Lebensmittelpunkt haben, auch hier dauerhaft gemeinschaftlich und bezahlbar wohnen können.“ Die Initiative forderte die Interessierten Bürgerinnen und Bürger auf sich einzumischen, im Rathaus und bei Gemeinderäten selbst nachzufragen und sich ein eigenes Bild zu machen. Denn das Thema bezahlbarer Wohnraum gehe im Hinblick auf Erzieher, Verkäufer und all jene auf die wir im täglichen Leben angewiesen sind, auch diejenigen etwas an, die bereits ein Dach über dem Kopf haben, so Oppermann abschließend.