01 Dez

„Holzkirchen geht einen neuen Weg“

Holzkirchen – Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) ist guter Dinge: „Wir kommen mit regelmäßigen Schritten dem Thema näher.“ Robert Wiechmann (Grüne) findet: „Holzkirchen geht hier einen ganz neuen Weg.“ Zumindest für Holzkirchner Verhältnisse. Anderswo seien solche Projekte längst Realität. Mit dem Bauprojekt im Neubaugebiet Maitz hat sich der Gemeinderat jetzt in seiner Sitzung beschäftigt. Natalie Schaller vom Beraterbüro, der stattbau münchen GmbH, stellte Kriterien zum Vergabeverfahren vor.

Wie berichtet, vergibt der Markt gemeindlichen Baugrund nicht an Höchstbietende, sondern in Erbpacht an Gruppen mit einem überzeugenden Konzept für gemeinschaftliches Wohnen. Unter anderem gewürzt mit pfiffigen Ideen in Sachen Mobilität, Nachbarschaft und Bauökologie. Leistbares Wohnen ist ebenfalls ein Ziel. Es handelt sich um eine rund 2300 Quadratmeter große Fläche am westlichen Ortsrand von Holzkirchen. Zwei Häuser sollen entstehen, beide gehen an eine Genossenschaft oder Baugruppe. Bei einem Ortstermin im Oktober stellten sich bereits vier Interessenten-Gruppen vor. Die besten Bewerber dürfen am Ende bauen.

Die Ausschreibung ist für das erste Quartal 2021 geplant, die Bewerbungsfrist soll drei Monate dauern. Um mehr Planungssicherheit zu bekommen, müssen bei der Bewerbung mindestens 20 Prozent der Bewohner namentlich feststehen. Um zu gewährleisten, dass die Umsetzung realistisch ist, müssen Interessenten Mindestanforderungen erfüllen: So sollen sie zum Beispiel eine professionelle Begleitung nennen und eine Grobkostenschätzung vorlegen. Vorab soll daher ein Gutachter im Namen der Gemeinde den Verkehrswert des Grundstücks sowie den Erbpachtzins ermitteln, ergänzte Schaller.

Laut Marktbaumeister Florens Hintler gilt als Eingangskriterium auch, dass Einheimische mit dabei sind. Schaller zufolge kann man hierbei für die ortsansässige Bevölkerung eine Quote von 50 Prozent festlegen, was eine Rücksprache mit Juristen ergab. Sie warnte davor, den Begriff, „Einheimische“ zu verwenden, das sei juristisch kritisch. Robert Wiechmann (Grüne) plädierte dafür, den Begriff der „indigenen Bevölkerung“ – wie er witzelte – so zu formulieren, „dass es uns später nicht um die Ohren fliegt“. Johannes Dörder (CSU) möchte, dass „junge Holzkirchner an Wohneigentum kommen“.

Schaller empfahl, den Umfang der Bewerbungsunterlagen konkret vorzuschreiben, um vergleichbare Ergebnisse zu bekommen. Liegen alle Dokumente vor, übernehmen Verwaltung und das stattbau-Büro die Vorprüfung. Anschließend formuliert ein Gremium, bestehend aus Verwaltung und Politik (etwa mit Bürgermeister und Fraktionsvertretern), die Vergabeempfehlung. Es führt auch Bewerbungsgespräche. Die letzte Entscheidung trifft dann der Gemeinderat.

Die kostenlose Reservierungsphase dauert laut Schaller 18 Monate, mit einer Option auf sechs Monate Verlängerung, für die eventuell Kosten anfallen. „In dieser Phase sichern wir die Qualität“, erklärte die Beraterin. Hierbei müssen die Bewerber gewisse Schritte einhalten, etwa eine Vorplanung einreichen.

Karl Bär (Grüne) wollte wissen, ob es bei Verzögerungen eine Deadline gebe. Schmid verwies darauf, dass man sowieso in ständigem Kontakt mit den Interessenten stehe. Das diene als Frühwarnsystem. „Wenn es hakt, begleitet unsere Verwaltung den Prozess.“ Sebastian Franz (CSU) befürwortet ein zeitliches Limit: „Wir wollen kein Dauerprojekt der Reservierung.“

Torsten Hensel (FWG) ist begeistert von dem Projekt: „Wir denken, Bedarf und Interesse sind da.“ Er glaubt, dass das Vorhaben in der Maitz eine Blaupause für weitere Projekte sein kann. Elisabeth Dasch (SPD) nickte: „Das Modell lässt sich bestimmt kopieren.“ Am Ende stimmte der Gemeinderat einmütig für das Vergabeverfahren. Die Verwaltung bereitet jetzt die Ausschreibung vor.

[Merkur, 01.12.2020]

28 Nov

Neue Satzung lässt Herzen höherschlagen

Holzkirchen – Die neue kam auf allen Seiten gut an. Sebastian Franz (CSU) plädierte für die Satzung: Sie sei „gerechter, bürgerfreundlicher und innovativer“. Sie mache eine spürbare Reduzierung der Parkplätze möglich und garantiere günstige Mietpreise. Robert Wiechmann (Grüne) schloss sich diesem „positiven Zungenschlag“ an. „Wir beackern hier viele Felder.“ Man könne damit „neue Wohnformen pushen“, der ökologische Aspekt komme zum Tragen. „Es ist der richtige Weg.“ Auch Wolfgang Huber (SPD) zeigte sich angetan. In dem neuen Regelwerk stecke „viel Hirnschmalz“.  

Es ist ein auf den ersten Blick eher trockenes Thema, das viele Herzen höherschlagen lässt und das der Bauausschuss kürzlich abgesegnet hatte (wir berichteten): die neue Stellplatzsatzung für Holzkirchen. Jetzt schlug das Thema im Gemeinderat auf, der das letzte Wort dazu hat.

Doris Hötzendorfer vom Bauamt erinnerte daran, dass der Gemeinderat 1995 die Stellplatzsatzung in Form eines Bebauungsplans beschloss. Diese regelt, wie viele Parkplätze ein Wohnbauprojekt braucht. „Aber viele Regelungen darin sind jetzt nicht mehr zeitgemäß“, erklärte sie. Eine neue Stellplatzsatzung muss her.

Zum einen will die Gemeinde damit preisgünstigen Wohnraum fördern. So muss ein Bauwerber zum Beispiel 25 Prozent weniger Pkw-Stellplätze vorweisen, wenn er sich über einen Zeitraum von 20 Jahren dazu verpflichtet, eine Miete zu verlangen, die 25 Prozent unter dem ortsüblichen Durchschnitt liegt. Auch besondere Wohnformen wie Genossenschaften sollen von der neuen Satzung profitieren. Genau wie Teilnehmer eines Konzeptvergabeverfahrens, wie es derzeit im Neubaugebiet Maitz läuft (wir berichteten). Zusätzlich bis zu 30 Prozent an Parkplätzen können Bauherren im Hauptort Holzkirchen künftig einsparen, wenn sie ein Mobilitätskonzept vorlegen, das für 20 Jahre gilt. Hierunter fallen etwa Car-Sharing-Projekte.

Zudem senkt die Gemeinde laut Hötzendorfer den Parkplatzschlüssel bei Verkaufsräumen, gewerblichen Anlagen, Büro- oder Praxisräumen sowie Gaststätten. Im Gegenzug werden tendenziell mehr Radparkplätze gefordert, deren Qualität steigen soll. Neu ist ein Ablösebetrag von 12 000 Euro pro Kfz-Parkplatz, der künftig einheitlich für alle Gemeindeteile gilt.

Christian Bitter vom Beraterbüro stattbau münchen GmbH erklärte: Wenn die Gemeinde in das Radwegenetz investiere, sei ein „hohes Verlagerungs-Potenzial“ vom Auto auf das Fahrrad da. Was den Öffentlichen Personennahverkehr angehe, sei die Gemeinde zwar gut aufgestellt. Allerdings hake es an der Taktung. Rechtsanwalt Michael Beisse von der Kanzlei Döring-Spieß bemerkte: Da ein Mobilitätskonzept nicht in der Bayerischen Bauordnung auftauche, gebe es die Möglichkeit, dieses in einem städtebaulichen Vertrag festzuhalten. Auch ein entsprechender Eintrag im Grundbuch sei ratsam, so Hötzendorfer.

Hubert Müller (FWG) wollte wissen, wie die Einhaltung des Mobilitätskonzepts über die Jahre geprüft wird, etwa, wenn Mieter eingezogen sind. Er befürchtet einen „riesen Verwaltungsaufwand“. Laut Bitter handelt es sich um größere Wohnanlagen, um die sich eine Hausverwaltung kümmert. „Aber als Verwaltung wird man nicht umhinkommen, ab und zu zu prüfen.“ Josef Sappl senior (CSU) sorgte sich eher um die Besucherparkplätze, die auch Handwerker und Pflegedienste nutzen. Laut Hötzendorfer aber sollen diese im öffentlichen Raum liegen.   Simon Ammer (SPD) verstand nicht, warum man das Mobilitätskonzept auf 20 Jahre befristet. „Mir wäre es lieber ohne Fristbindung.“ Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) erklärte: „Wir wissen nicht, wie sich Mobilität in der Zukunft verändert.“ Und: „Wir haben vielleicht nicht jedes Beispiel bis zur kleinsten Schraube durchgerechnet“, sagte er. „Aber wir haben uns viele Gedanken gemacht.“ Bei Bedarf müsse man nachjustieren.

Am Ende stimmte der Gemeinderat einhellig für die Satzung und hob zugleich den alten Bebauungsplan auf. Laut Hötzendorfer soll das neue Regelwerk noch heuer in Kraft treten.

[Merkur, 28.11.2020]

09 Okt

Gesucht: Eine WG mit besonderer Idee

So etwas gab es im Landkreis noch nie: Der Markt Holzkirchen vergibt ein wertvolles Baugrundstück in der Maitz nicht an Höchstbietende, sondern an die Gruppe mit dem überzeugendesten Konzept für gemeinschaftliches Wohnen, mit pfiffigen Ideen in Sachen Mobilität und Nachbarschaft. Der Wettbewerb startet 2021. Ein Ortstermin zeigte: Das Interesse ist groß.

Holzkirchen – Das Wetter war miserabel. Erst brachte der kalte Wind nur Schauer, dann einen ausgewachsenen Wolkenbruch. Und doch waren etwa 15 Interessierte gekommen und standen auf der Wiese, die einmal ihre Heimat werden könnte. 2300 Quadratmeter im Neubaugebiet Maitz am westlichen Ortsrand Holzkirchens: Platz genug für zwei Häuser und für „bis zu zehn Wohneinheiten je Gebäude“, wie Marktbaumeister Florens Hintler vor Ort erklärte.

„Wir betreten hier Neuland“, sagte Bürgermeister Christoph Schmid bei der Begrüßung. Baureife Grundstücke, die auf dem freien Markt drei Millionen Euro erlösen könnten, stelle die Gemeinde langfristig via Erbpacht zur Verfügung und organisiert dafür einen Wettbewerb, der viel Zeit und Geld kostet. „Dafür erwarten wir Innovationskraft“, sagte Hintler.

Erwünscht ist, dass sich die zu erwartenden 1000 Quadratmeter Wohnfläche auf verschiedene Wohnungsgrößen aufteilen. Und den Zuschlag bekommt nur, wer auch mit sozialen und ökologischen Impulsen aufwartet. Stichwörter dabei sind Mehrgenerationen-Modelle, Gemeinschaftsräume oder ökologische Baustoffe.

Speziell sind die Bewerber gefordert, sich Gedanken über alternative Mobilität zu machen. Die Gemeinde plant, dafür mit einer neuen Stellplatz-Satzung Anreize zu schaffen, wie Hintler andeutete. Konkret könnte das heißen: Statt einer teuren Tiefgarage präsentiert eine Bewerbergemeinschaft ein auf Dauer angelegtes Konzept mit Lastenrädern, Carsharing-Angeboten oder auch ÖPNV-Jahreskarten – und muss damit beispielsweise 25 Prozent weniger Auto-Stellplätze nachweisen. „Wir arbeiten gerade dran, wie sich so ein alternatives Angebot im Sinne einer Satzung verfestigen lässt“, sagt Schmid.

Ehe der Wettbewerb im ersten Quartal 2021 mit einer verbindlichen Ausschreibung startet, habe das Rathaus weitere Hausaufgaben zu erledigen, räumte der Bürgermeister ein. Dazu gehört die Festlegung des Erbpacht-Zinses – für Bewerber eine wichtige Komponente, um eine solide Finanzierung präsentieren zu können. Trotzdem habe man den Wettbewerb frühzeitig publik gemacht, „in der Hoffnung, dass sich Bewerber kennenlernen, vernetzen und sich vielleicht zusammentun“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde wünsche sich, „dass überwiegend Holzkirchner in den neuen Gebäuden einziehen“.

Vier Gruppen zeigten sich wetterfest und stellten sich am Mittwoch vor. Daniel Berning trat als Sprecher von „Maitz Mehrgenerationenhaus“ auf. Neun Holzkirchner stehen dahinter, vom Säugling bis zum Rentner. Einen gemeinsamen Garten stelle man sich vor und einen Raum für alle. „Wir suchen Mitstreiter“, sagte Berning. Sebastian Oppermann von der Initiative „Gemeinsam Anders Wohnen“ hatte bereits einen Partner mitgebracht: Die Maro-Baugenossenschaft in Ohlstadt. Wie deren Sprecher Ralf Schmid erklärte, realisierte die Maro bereits sechs gemeinschaftliche Wohnprojekte, fünf weitere seien in Bau. „Wir halten das hier für ein sehr spannendes Projekt“, sagte Schmid.

Noch als Einzelkämpfer präsentierte sich Christoph Fischer. Als Architekt bringe er Erfahrung mit, mit seiner kleinen Familie suche er Gleichgesinnte. „Wichtig sind uns niedrige Betriebskosten und hochwertige Qualität.“ Im einsetzenden Wolkenbruch brachte schließlich die Holzkirchnerin Kathi Plöckl ihre achtköpfige Gruppe ins Spiel. Ein Architektur-Student wolle die Bewerbung als Master-Arbeit begleiten. „Als Holzkirchner würden wir gerne in Holzkirchen bleiben“, sagte Plöckl.

[Merkur, 09.10.2020]

30 Sep

Holzkirchen baut gemeinsam

Online-Informationsveranstaltung zu gemeinschaftsorientiertem Bauen in der Maitz

Die Marktgemeinde Holzkirchen veranstaltet am Mittwoch, 30. September, um 18 Uhr, eine Online-Infoveranstaltung zum Konzept des gemeinschaftsorientierten Bauens und der Grundstücksvergabe in der Maitz. Alle Bürger können mitmachen.

Der Markt Holzkirchen hat sich das Ziel gesetzt, gemeinschaftliche Wohnformen zu fördern und damit dem Mehrwert, den Wohnprojekte für ihre Nachbarschaft und den ganzen Ort generieren, Rechnung zu tragen. Geplant ist die Vergabe von zwei Grundstücken in der Maitz für genossenschaftliche Projekte oder Baugemeinschaften. Die Grundstücke werden nicht zum Höchstpreis vergeben, sondern nach dem besten Konzept mit Festpreis ausgewählt. Dieses Verfahren bietet Holzkirchner Bürgern die Chance, sich als Initiative zusammenzuschließen und sich mit ihrem individuellen Konzept für die Grundstücke zu bewerben.

Die Gemeinde lädt alle interessierten Bürger ein, im Rahmen einer Online-Infoveranstaltung mehr über ihre Planungen für die beiden Grundstücke in der Maitz zu erfahren. Das Büro Stattbau München, das Holzkirchen bei der Entwicklung des Vergabeverfahrens berät, stellt die Grundzüge gemeinschaftsorientierten Bauens vor und erläutert die Prinzipien, mögliche Rechtsformen sowie die notwendigen Schritte bei der Umsetzung einer gemeinsamen Initiative. Im Anschluss wird ein Überblick über das Vergabeverfahren und den Auswahlmodus gegeben sowie die Möglichkeit bestehen für Fragen und Austausch, heißt es in einer Mitteilung.

Ab Mittwoch finden alle Interessierten auf der Internetseite der Marktgemeinde unter www.holzkirchen.de/maitz einen Link, über den sie teilnehmen können. Die Veranstaltung findet über die Plattform Microsoft-Teams statt. Am Mittwoch, 7. Oktober, findet vor Ort in der Maitz eine Besichtigung der Grundstücke statt. Dort haben Interessierte auch die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen. Gruppen und Einzelpersonen, die auf der Suche nach Mitstreitern für ein gemeinsames Wohnprojekt sind, können die öffentlich zugängliche Wohnbörse unter www.wohnprojekte-portal.de/projektsuche nutzen und bei Bedarf ihre Kontaktdaten eintragen.

Weitere Informationen zum Projekt in der Holzkirchner Maitz gibt es auch bei Marktbaumeister Florens Hintler unter Telefon 08024/642312 oder marktbaumeister@holzkirchen.de sowie beim Leiter Bauamt Verwaltung Josef Walser unter Telefon 08026/642315 oder bauamt-verwaltung@holzkirchen.de

[Gelbe Blatt, 30.09.2020]

29 Sep

Zwei Grundstücke zu vergeben

Online-Präsentation informiert über Wettbewerb in der Maitz

Holzkirchen – Pfiffige und innovative Konzepte für gemeinschaftliche Wohnprojekte sucht die Marktgemeinde Holzkirchen – und stellt dafür zwei baureife Grundstücke im Neubaugebiet Maitz zur Verfügung (wir berichteten). Wie der Wettbewerb genau aussieht und wer mitmachen darf, darüber informiert eine Online-Präsentation am morgigen Mittwoch ab 18 Uhr.

Um gemeinschaftliche Wohnformen zu fördern und damit dem Mehrwert, den Wohnprojekte für ihre Nachbarschaft und den ganzen Ort generieren, Rechnung zu tragen, vergibt die Marktgemeinde die beiden Maitz-Areale an genossenschaftliche Projekte oder Baugemeinschaften. Es gewinnt nicht, wer am meisten zahlt, sondern das überzeugendste Konzept. Holzkirchner Bürger können eine Initiative gründen und sich bewerben.

Das Münchner Büro „stattbau“ stellt bei der Online-Präsentation die Grundzüge gemeinschaftsorientierten Bauens vor und erläutert, was für eine Bewerbung getan werden muss. Zudem gibt es einen Überblick über das Vergabeverfahren und den Auswahlmodus. Schließlich können Bürger auch Fragen stellen. Wer teilnehmen will, findet am Mittwoch unter www.holzkirchen.de/maitz den erforderlichen Link zur Plattform Microsoft Teams.

Als nächster Schritt ist am Mittwoch, 7. Oktober, eine Besichtigung der Grundstücke in der Maitz geplant. Interessierte haben dort Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen.

Weitere Infos zum Wettbewerb um die Maitz-Grundstücke sind im Internet unter www.holzkirchen.de/maitz abrufbar. Fragen beantwortet Marktbaumeister Florens Hintler unter z 0 80 24 /64 23 12 oder marktbaumeister@holzkirchen.de.

[Merkur, 29.09.2020]

22 Sep

Ortsbezug als Eingangskriterium

Der Immobilienmarkt steht unter Druck, findet die Holzkirchner SPD. Daher wünscht sich die Fraktion, den Ortsbezug als Eingangskriterium bei der Vergabe von kommunalen Wohnungen einzuführen. Sei dies erfüllt, könnten andere Gesichtspunkte, vor allem soziale, zum Tragen kommen.

Holzkirchen – SPD-Gemeinderat Simon Ammer macht sich Sorgen: „Wir haben einen heißgelaufenen Wohnungsmarkt in der gesamten Metropolregion, den wir nicht steuern können“, mahnt er. Daher sei es wichtig, dass die Kommune auf lokaler Ebene eingreife. „Wir wollen weiteren kommunalen Wohnungsbau bauen.“ Insofern sei es wichtig, im Vorfeld Kriterien festzustecken.

Aus diesem Grund hatte Ammer im Namen der SPD-Fraktion einen Antrag zu den Vergabekriterien bei kommunalen Wohnungen eingereicht. Damit beschäftigte sich jetzt der Holzkirchner Hauptausschuss.

Bezahlbarer Wohnraum sei eine der größten Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit des Ortes, heißt es im Antrag. Ein wesentliches Instrument, um diesen dauerhaft vorzuhalten, „stellt die Vermietung gemeindeeigener, kommunaler Wohnungen dar“. Derzeit existiert in den Augen der SPD kein funktionierender Mechanismus, der sicherstellt, dass die vom Markt mit Steuergeldern gebauten oder erworbenen Wohnungen Bürgern mit einem klaren Ortsbezug zugutekommen. Stattdessen würden günstige Wohnungen durch den Wohnungsmarkt im Großraum München aufgesogen. Als Beispiel nennt die SPD die acht Wohnungen im Sommerfeld, die für die freie Vermietung bestimmt seien. „Diese wurden überwiegend nicht an Personen mit einem bestehenden Bezug zu unserer Gemeinde vermietet“, so die SPD.

Das Etablieren eines Ortsbezugs als grundlegendes Eingangskriterium bei der Vergabe kommunaler Wohnungen sei „längst überfällig“. Ist dieses erfüllt, könnten weitere, soziale Gesichtspunkte beachtet werden.

Als Vorbild zog die SPD den Kriterienkatalog der Gemeinde Oberhaching heran. Dort gilt der Ortsbezug als erfüllt, wenn jemand seit fünf Jahren seinen Hauptwohnsitz in der Gemeinde hat. Oder er gilt für Rückkehrer, deren Wegzug nicht länger als zwei Jahre zurückliegt.

Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) meinte: „Die Kriterien waren schon da.“ Und: „Wir haben ja nicht an den Höchstbietenden vergeben.“ Er ließ Kämmerer Dominik Wendlinger einen Rückblick vortragen. Demnach habe der Gemeinderat Ende 2018 und Anfang 2019 Beschlüsse dazu gefasst. Damals ging es vorwiegend um die beiden gemeindlichen Mehrfamilienhäuser am Sommerfeld, wo insgesamt 16 Wohnungen entstanden. Zum einen einigte sich das Gremium darauf, acht davon an gemeindliche Mitarbeiter zu vergeben. Die restlichen sollten frei vermietet werden – allerdings unter Beachtung eines Kriterienkatalogs und eines Punktesystems.

Zum Beispiel gab es Punkte nach Einkommen, Kindern, Behinderung oder Härtefall. Diese Bedingungen galten laut Schmid auch für Wohnungen, die für Rathausangestellte reserviert waren. Das Kriterium Ortsbezug sollte ebenfalls mit einfließen, indem es pro fünf Jahre aktueller Wohnsitz in Holzkirchen je einen Punkt dazu gab. Tatsächlich sei hier aber der Andrang von Einheimischen nicht so groß wie erwartet gewesen, so Schmid. Zum anderen entschied der Gemeinderat damals, dass man 2021 die Vereinbarung noch mal prüfen möchte. Insofern ist in Schmids Augen der SPD-Antrag jetzt überflüssig. Laut Schmid gehören der Gemeinde rund 150 Wohnungen. Die Kriterien gelten bei Neuvermietung für alle.

Elisabeth Dasch (SPD) kritisierte, dass durch die Rathausmitarbeiter viele Externe hergezogen seien. Es sei die Intention des Gemeinderats gewesen, Wohnungen für Mitarbeiter zu reservieren, konterte Schmid.

Sebastian Franz (CSU) betonte, dass der Ortsbezug seit jeher ureigenes Thema von CSU und FWG sei. Trotzdem konnte er dem SPD-Antrag so nicht zustimmen – weil er sich an den Details störte. Am Schluss empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat, die Verwaltung damit zu beauftragen die Vergabe-Kriterien 2021 – mit besonderem Fokus auf den Ortsbezug – noch mal genauer anzuschauen.

[Merkur, 22.09.2020]

31 Aug

Firmen wünschen sich mehr Wohnraum

Wer in Holzkirchen eine Wohnung sucht, der braucht Glück und einen dicken Geldbeutel. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen wächst sich langsam auch zu einem Problem für Unternehmen aus. Diesen Schluss legt eine Umfrage der Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ nahe. Die Initiative fordert die Gemeinde auf, mutiger und schneller zu reagieren.

Holzkirchen – „Wohnen – ein Standortvorteil?“ Unter diesem Titel versandte die Bürgerinitiative (BI) „Gemeinsam anders wohnen“ in den vergangenen Wochen (16. Juli bis 15. August) Umfragebögen an rund 230 Holzkirchner Unternehmen, Praxen und Einrichtungen. Die BI wollte wissen, wie die Firmen die Wohnsituation ihrer Mitarbeiter in Holzkirchen einschätzen – und ob dies aufs Geschäft durchschlägt.

Immerhin 21 Antworten kamen zurück und der Tenor überrascht kaum: Unternehmen bereitet es zunehmend Probleme, dass Mitarbeiter keine Wohnung finden. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Mangel an günstigen Miet-Wohnungen nicht nur für Bürger ein echtes Problem ist“, sagt BI-Sprecher Sebastian Oppermann, „es ist ein Problem für den Wirtschaftsstandort Holzkirchen.“

Obwohl nur zehn Prozent der angeschriebenen Betriebe antworteten, stuft Oppermann die Aussagekraft der durch Spenden finanzierten Umfrage als relevant ein: „Für eine privat organisierte Umfrage ist die Rücklauf-Quote in Ordnung.“

Nur rund ein Fünftel der 21 Firmen hält das Wohnungsangebot in Holzkirchen für gut. Zwischen 70 und 90 Prozent stellen dagegen fest, dass der Wohnraummangel sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen ein reales Problem darstellt. Fast alle (85 Prozent) sind der Ansicht, dass Wohnraum in Holzkirchen zu teuer ist.

Die Hälfte der Unternehmen berichtet von Mitarbeitern, die aktuell eine Wohnung suchen. Neben dem allgemeinen Fachkräftemangel machen zwei Drittel der Unternehmen fehlenden Wohnraum dafür verantwortlich, dass sie Stellen nicht besetzen können. Zusammenfassend sehen 65 Prozent Standortnachteile in Holzkirchen, die sie auf die aktuelle Wohnraumsituation zurückführen.

Die Botschaft sei deutlich, glaubt Oppermann. „Die Gemeinde hat Möglichkeiten, sie muss mehr Dampf machen beim Wohnungsbau.“ Konkret in der Maitz, in absehbarer Zeit an der Tölzer Straße und auf „einigen weiteren privaten Grundstücken“ gebe es genug Optionen, eine Offensive für bezahlbaren Wohnraum zu starten. Angekündigt sei vieles, „es müssen nur endlich auch Taten folgen“.

Die BI „Gemeinsam anders wohnen“ setzt sich seit Jahren für ein neues Wohnprojekt in Holzkirchen ein. Ihr Ziel ist der Bau einer Anlage gemeinsam mit der „Maro Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen“, die mehrere Projekte in der Region realisiert hat. „Die Maro wird sich am Konzeptwettbewerb in der Maitz beteiligen“, kündigt Oppermann an. Dort will die Gemeinde ein Grundstück für 15 bis 20 Wohneinheiten zur Verfügung stellen (wir berichteten). Das beste Konzept soll den Zuschlag erhalten. Ende September ist eine erste Online-Präsentation für Interessierte geplant.

„Bezahlbarer Wohnraum“ heißt in der Regel, dass 30 Prozent des Netto-Einkommens in die Miete fließen. „In Holzkirchen geht teilweise die Hälfte des Einkommens für Miete drauf“, sagt der BI-Sprecher. Statt zehn bis zwölf Euro für den Quadratmeter würden bei Neubauten bereits 14 bis 16 Euro verlangt. Gesucht sind laut Oppermann besonders Ein- und Zwei-Zimmer-Einheiten für Lehrlinge, Studenten oder ältere Bürger, „die sich verkleinern wollen“.

Neun der 21 Firmen, die sich an der Umfrage beteiligten, beschäftigen weniger als 15 Mitarbeiter; drei haben über 100 Angestellte. 28 Prozent können sich vorstellen, sich an der Schaffung von Wohnungen für Mitarbeiter zu beteiligen. Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen mehr Tempo-30-Zonen und einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr nach Bad Tölz und Miesbach. „Wenn Mitarbeiter im Ort keine Wohnung finden, weichen sie in die nächstgünstigere Umlandgemeinde aus“, sagt Oppermann. Sie werden zu Einpendlern, „und das verschärft die Verkehrsproblematik im Ort“.

[Merkur, 31.08.2020]

22 Aug

Feinschliff für Wohnquartier

Nach Beschluss im Marktgemeinderat: Pläne am Ladehof in Holzkirchen werden nochmals ausgelegt

Holzkirchen – Im Bereich zwischen Heignkamer Straße, Am Ackerrain, Flachsfeldstraße und Am Ladehof sollen in Holzkirchen mehrere Wohnhäuser entstehen. Vor Kurzem hat sich der Marktgemeinderat in seiner Sitzung mit Einwänden befasst, die zu den Plänen von behördlicher und privater Seite eingegangen sind. Hauptsächlich machten den Nachbarn Wandhöhen von bis zu 8,80 Meter zu schaffen. Das Bauamt kam dem entgegen und reduzierte die Höhe um einen halben Meter. Diese und weitere Änderungen, die mit zwei Gegenstimmen verabschiedet wurden, machen es nötig, den Plan erneut auszulegen.

Laut dem Entwurf des Bebauungsplans sieht das städtebauliche Konzept vor, auf der als Mischgebiet ausgewiesenen, rund 4700 Quadratmeter großen Brachfläche sechs Mehrfamilienhäuser zu errichten. Wegen der angrenzenden Bahnlinie kommt dabei dem Lärmschutz eine besondere Bedeutung. zu Einen Beitrag dazu soll die Situierung der dreigeschossigen Gebäude leisten. Die für einzelne Baukörper ursprünglich veranschlagte Wandhöhe von 8,80 Meter war allerdings einigen Nachbarn zu viel des Guten, weil sie dadurch eine zu starke Verschattung befürchten. Das wäre zwar laut Bauamt nicht der Fall. Trotzdem setzen die Planer künftig für die Baukörper an der nordöstlichen Grundstücksgrenze eine Wandhöhe von 8,3 Meter fest. Neu ist auch, dass diese über Normalnull und nicht wie vorher ab Erdgeschoss-Fertigfußbodenhöhe zählt. Damit wird es dem Bauherrn überlassen, ob er die niedrigere Höhe erreicht, indem er die Erdgeschoss-Fertigfußbodenhöhe absenkt oder sie über die relative Gebäudehöhe über dem Erdgeschoss reduziert.

Neben der geänderten Wandhöhe wurde der Entwurf unter anderem noch im Hinblick auf Dachneigungen und Sichtgrenzen geändert respektive ergänzt. Wohl aus der Lehre des Holzkirchner Kuhglockenstreits wurde außerdem der Hinweis aufgenommen, dass von den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und Hofstellen von Lärm-, Staub- und Geruchsemissionen auszugehen ist, die auch sonn- und feiertags sowie vor 6 und nach 22 Uhr auftreten können.

Wie Bürgermeister Christoph Schmid sagte, könne er die Bedenken aus der Bürgerschaft durchaus nachvollziehen: „Ich verstehe, dass die Bebauung die Nachbarn nicht zu Jubelstürmen hinreißt. Auch wenn es mühsam ist, den Entwurf mehrmals auszulegen, zeigt das, dass wir die Einwände sehr ernst nehmen.“ Allerdings, meinte Schmid, wäre eine gewerbliche Bebauung vermutlich ein noch größeres Übel gewesen. Dem widersprach Hubert Müller (FWG), der bekanntlich kein Freund dieses Wohnquartiers ist: „Ich mache nicht mit, ein Mischgebiet in ein allgemeines Wohngebiet umzufunktionieren. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass so nahe an den Bahngleisen eine Gewerbeansiedlung sinnvoller und für die Nachbarn auch nicht störender wäre.“ Der CSU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Franz erinnerte indes an die Wohnraumknappheit und daran, dass der private Bauherr zugesichert habe, der Marktgemeinde Wohnungen zum Einkaufspreis abzutreten. Diese Art, Wohnraum zu beschauen, stellt in Holzkirchen ein Novum dar.

Einzusehen ist der aktuelle Entwurf für den Bebauungsplan zum neuen Wohnquartier noch bis Mittwoch, 2. September, im Rathaus und auf der Internetseite der Marktgemeinde.

[Gelbes Blatt, 22.08.2020]

21 Aug

Unternehmen in Holzkirchen leiden unter Wohnraummangel

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ startete in den vergangenen vier Wochen eine Umfrage mit dem Titel „Wohnen – ein Standortvorteil?“. Angeschrieben wurden rund 230 Holzkirchner Unternehmen, Praxen und Einrichtungen mit der Frage, wie sie die Wohnsituation ihrer Mitarbeiter in Holzkirchen einschätzen und ob sich dies positiv oder negativ auf das Geschäft niederschlägt.

Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative

Fast 10 % haben auf die durch Spenden finanzierte Umfrage reagiert. Mit dieser Quote zeigt sich die Bürgerinitiative insgesamt zufrieden und verweist auf ähnliche Quoten bei privat initiierten Umfragen. Nun stehen die Ergebnisse der Umfrage fest. Insbesondere folgende Antworten nehmen die Marktgemeinde in die Pflicht:

Nur rund ein Fünftel der Befragten schätzen das Wohnungsangebot in Holzkirchen gut ein, zwischen 70 % und 90 % stellen dagegen fest, dass der Wohnraummangel sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen ein reales Problem ist. 85 % konstatieren, dass Wohnraum in Holzkirchen zu teuer ist. Knapp die Hälfte gibt an, dass aktuell Mitarbeiter auf Wohnraumsuche sind. Gut zwei Drittel der Unternehmen hat unbesetzte Stellen, der Grund dafür wird neben Fachkräftemangel fehlendem Wohnraum zugeschrieben.

Diese nicht förderliche Situation spiegelt sich insgesamt auch in der Frage nach dem Standort wider: 65 % der Unternehmen sehen Standortnachteile in Holzkirchen, die sie auf die aktuelle Wohnraumsituation zurückführen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Mangel an günstigen Miet-Wohnungen nicht nur für die Bürgerinnen und Bürgern ein echtes Problem ist, es ist auch ein Problem für den Wirtschaftsstandort Holzkirchen. Mit der Maitz, der Tölzer Straße und einigen weiteren privaten Grundstücken gibt es mit entsprechenden Vorgaben genügend Möglichkeiten eine Offensive für bezahlbaren Wohnraum zu starten. Es müssen „nur“ endlich auch Taten folgen.“ Fordert Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative.

07 Aug

Wohnen – ein Standortvorteil?

Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ führt Umfrage in Holzkirchen durch

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“, führt aktuell eine Umfrage bei Unternehmen, Praxen und privaten Bildungseinrichtungen in Holzkirchen durch.

„In den letzten Jahren haben wir mehrfach über Zeitungsberichte und direkt von Betroffenen erfahren, dass Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Praxen ihren Betrieb aufgrund von Mitarbeitermangel einschränken oder gar schließen mussten. Mit der nun gestarteten Umfrage möchten wir der Frage nachgehen, ob dies am allgemeinen Fachkräftemangel liegt oder ob hier die aktuelle Wohnsituation in Holzkirchen auch ihren Anteil daran hat“, so Sebastian Oppermann, Gründer und Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative hat rund 230 in Holzkirchen ansässige Unternehmen und Einrichtungen angeschrieben, um herauszufinden inwiefern die Unternehmen und Einrichtungen von der Wohnsituation in Holzkirchen profitieren oder betroffen sind. Immer dabei die Frage: Ist Wohnen ein Standortvorteil?

Die Umfrage läuft noch bis zum 15. August. Die Ergebnisse werden anschließend auf der Webseite https://www.gemeinsamanderswohnen.de veröffentlicht. Unternehmer und Inhaber, welche bisher keine Post erhalten haben aber teilnehmen möchten, wenden sich bitte per E-Mail an info@gemeinsamanderswohnen.de